Elektroauto Akku-Versicherung

Die Elektromobilität ist immer stärker am Kommen. Die Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen bleiben unverändert bestehen und die Ladeinfrastruktur wächst von Tag zu Tag, einschließlich der kostenlosen Lademöglichkeiten bei Lebensmittelläden wie Aldi, Kaufland und Co., was eine tolle Sache ist.

Elektroauto als Zweitwagen

Die Tendenz für den Normalverdiener wird anfänglich zum Elektroauto als Zweitwagen gehen. Was nicht unberücksichtigt bleiben darf, ist die Tatsache, dass die Akkus für diese Fahrzeuge weiterhin nur eine begrenzte Lebensdauer haben werden. In der Regel eine Leistungsgarantie von 70 Prozent nach sieben Jahren.
Dies ist insbesondere dann gravierend, wenn das Auto gekauft wurde und bei einem geplanten Wiederverkauf neben dem Wertverlust auch noch der Reichweitenverlust einkalkuliert werden muss. Im schlimmsten Fall ist der Austausch des Akkus erforderlich, um lediglich den Ist-Stand des Elektrofahrzeugs zu erhalten; das bedeutet, dass die Mehrkosten nicht auf den Verkaufspreis aufgeschlagen werden können, da dies das Fahrzeug gegenüber einem Neuwagen verteuern würde.

Die Forschung macht bezogen auf die Kapazität des Akkus riesige Schritte, setzt derzeit ihren Schwerpunkt jedoch darauf, die Akkus leichter zu machen, um die Kapazität zu erhöhen und die Akku – Aufladezeit zu verkürzen, um ein Aufladen analog eines Tankvorgangs zu ermöglichen.

Akku – Leasen oder kaufen und versichern?

Manche Elektroauto – Hersteller, wie z.B. Renault mit dem Zoe, bieten das Leasen des Akkus über einen definierten Zeitraum an. Diese Art ist sinnvoll, jedoch ist individuell zu prüfen, ob diese Variante gegenüber dem Kauf und später dem Neukauf eines Akkus nicht teurer ist.

Andere Elektroauto – Hersteller bieten wiederum eine Garantie von bis zu sieben Jahren auf den Akku. Allerdings bezieht sich dies auf ein Neufahrzeug. Nachdem das Fahrzeug beispielsweise sechs Jahre gefahren wurde und dieses verkauft werden soll, stellt sich für den potentiellen neuen Käufer des nun gebrauchten Elektrofahrzeuges die Frage, wie viel der Verkäufer vom Verkaufspreis nach unten abweichen muss, damit der spätere Austausch der Batterie noch rentabel ist. Daneben bleibt auch festzuhalten, dass die Batterie nach sieben Jahren ab Erstzulassung unter 70 Prozent Leistung fallen muss, damit die Batterie auf Garantiekosten ausgetauscht wird.

Akku – Versicherung

Eine sinnvolle Alternative könnte eine Akku-Versicherung sein. Diese dürfte, wenn die gewöhnlichen Versicherungen betrachtet werden, über das Jahr gesehen günstiger sein als das monatliche Leasen einer Batterie. Durch die Akku-Versicherung ist man nicht mehr gebunden an eine bestimmte Automarke und deckt die Akku-Leistung über den Zeitraum ab, in dem das Fahrzeug genutzt wird. Man ist also unabhängig von der Garantieerweiterung des Herstellers und von Herstellern, die nur Batterie-Leasing anbieten.

Eine sinnvolle Versicherung des Akkus sollte einsetzen, wenn die Akku-Kapazität auf unter 70 Prozent gesunken ist. Dies sollte von einem unabhängigen Prüfer festgestellt werden. Die Versicherungsrate sollte so niedrig sein, dass ein Leasen des Akkus oder eine Bildung von Rücklagen für den Erwerb eines neuen Akkus nach etwa sieben Jahren keine Alternative mehr darstellt.

Sofern eine Versicherung des Akkus diese Eckpunkte berücksichtigt, wird es keinen rationalen Grund geben eine Akku-Versicherung nicht abzuschließen.

Kaum zu glauben, aber dieses kleine Beiwerk einer „Akku-Versicherung“ könnte der Elektromobilität einen massiven Auftrieb bereiten.