Private Versicherung gegen Arbeitslosigkeit

Eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit gibt es leider (noch) nicht in Deutschland.
Und das obwohl sich mehr als die Hälfte der Deutschen eine solche Versicherung wünschen würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie.
Mal wieder ein grandioses Beispiel dafür, das deutsche Versicherungen selbst im Jahr 2010 noch reichlich träge sind.

Denn natürlich wollen viele Deutsche nicht eine Art 2. Arbeitslosenversicherung ähnlich dem staatlichen Modell. Es geht sogar nicht mal um eine verbesserte Grundsicherung im Falle des Jobverlusts.
Nein, viele Menschen in Deutschland würden sich einfach gerne in praktischer Hinsicht für den Fall Arbeitsplatz-Verlust absichern.
Nicht selten geht es dabei etwa um rechtliche Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Arbeitgeber oder eine schwierige Situation am Arbeitsmarkt, für die man professionelles Coaching braucht.
Es wäre doch ideal, in der eh schon schwierigen Situation zu wissen, dass einem kostenlos geholfen wird, um möglichst reibungslos in einen neuen Job zu finden.

Natürlich gibt es dafür keine Garantie und deshalb ist die Bezeichnung „Versicherung gegen Arbeitslosigkeit“ vielleicht etwas irreführend.
Aber ich denke, mein Punkt ist klar geworden: Viele Menschen in Deutschland wollen sich auf einem unsicheren Arbeitsmarkt wenigstens ein Stück weit absichern. Und was bieten die Versicherungen dazu? Nichts.

Statt privater Eigeninitiative soll mal schön weiterhin jeder vom Tellerwäscher bis zum Abteilungsleiter zur Arbeitsagentur latschen und den dort allseits bekannten sehr hilfreichen Service nutzen.
Das kommentiere ich jetzt mal nicht weiter.

Lieber noch ein paar weitere Fakten:
Etwa jeder Dritte würde sich gerne gegen Geldsorgen (nicht selbst verschuldet) versichern, immerhin jeder 4. gegen den Verlust wichtiger Computerdaten.

Fazit:
Man kann das zusammenfassen: der Verbraucher wünscht sich einfach mehr Möglichkeiten und mehr Individualität bei den Versicherungen.
Die Menschen in Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich geändert, sie haben sich an vollkommen neue Lebensbedingungen angepasst. Und die Versicherungen?
Die füllen alten Wein in neue Schläuche anstatt mal echte Innovationen zu bieten.
Sorry, aber mit einem neuen „hippen“ Namen fürs Produkt ist es einfach nicht getan. Mehr Transparenz und viel mehr Mitbestimmung bei den Konditionen, das ist was gewünscht wird.
Das, liebe Versicherungen, sehe nicht nur ich so, sondern 4 von 5 Menschen in Deutschland.
Ich hoffe, es ändert sich bald was, sonst wird die Arbeitslosigkeit auch bei den Versicherungen nicht aufzuhalten sein.

One comment

  • Christel Liedke

    Eine kostenlose Versicherung zur Absicherung von Risiken der Arbeitslosigkeit wird sicherlich keine Versicherung anbieten können. Jedoch besteht ab dem 1. Juli 2010 die Möglichkeit, die finanziellen Lücken, die bei Arbeitslosigkeit und längerer Erkrankung entstehen, mit dem PMA Gehaltsschutzbrief von Genworth Financial abzusichern.

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