Unfallversicherung

Ist ein Autofahrer in einen Unfall verwickelt, ist er meist froh, eine Haftpflichtversicherung für sein Auto zu haben. Denn die Kosten eines Unfalls sind oft sehr hoch. In Deutschland ist die Kfz-Haftpflichtversicherung eine Pflichtversicherung.

Jeder Fahrzeughalter ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, wenn er am Straßenverkehr teilnimmt. Die Versicherung übernimmt die Kosten für eventuelle Personenschäden, so zum Beispiel die Heilungskosten einer geschädigten Person und die Invalidenrente.

Außerdem deckt sie die Reparaturen an den beim Unfall beschädigten Fahrzeugen und Objekten ab, wie etwa einer Leitplanke oder Verkehrsschildern. Fordert ein Opfer eines Unfalls eventuell ein Schmerzensgeld, übernimmt auch das die KFZ-Versicherung.

Die Versicherungsunternehmen können die Beiträge zur Unfallversicherung relativ frei gestalten. So rechnen die Unternehmen auf den Beitrag der Kfz-Haftpflichtversicherung einen Schadenfreiheitsrabatt an.
Nach dem sogenannten Bonus-Malus-System reduziert sich der Beitrag zur Versicherung so lange, wie der Vertrag schadenfrei läuft, um bis zu 75 %. Andererseits wird bei besonderer Schadenhäufigkeit ein Zuschlag von bis zu 260 % der Normalprämie angesetzt.

Berechnet werden die Prämien zunächst nach statistischen Größen. Zum einen nach der Typklasse eines Fahrzeuges, das heißt wie hoch die Schadenhäufigkeit und die Reparaturkosten des jeweiligen Modells sind. Zum anderen nach der Regionalklasse des Zulassungsortes, also je nach dem, wie hoch die Schadenhäufigkeit in einer bestimmten Region ist.

Für die Prämienermittlung und Risikoeinschätzung eines Fahrers ziehen die Versicherungsunternehmen außerdem folgende Merkmale hinzu: das Alter des Versicherungsnehmers, die Länge des Besitzes der Fahrerlaubnis und das Alter des Fahrzeuges. Außerdem der Abstellplatz des Fahrzeuges, die jährliche Fahrleistung und die eventuellen Eintragungen im Verkehrszentralregister.

Die gesetzlichen Mindestdeckungssummen in Deutschland liegen derzeit bei 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und 1.000.000 Euro für Sachschäden.

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