Rabatt-Übernahme (SFK)

Es ist zwar von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich geregelt, aber in den meisten Fällen kann man tatsächlich eine Rabatt-Übernahme realisieren. Also z.B. von den Eltern auf das Kind.

Allerdings sind Bedingungen an eine Rabatt-Übernahme geknüpft:

  • Die Person, die die bisherige SFK hat, verliert diese und muss deshalb mit der Übernahme einverstanden sein.
  • Die übernehmende Person muss in der Regel aus der nächsten Verwandtschaft kommen (Ehepartner, Kind).
  • Die Höhe des Rabatts hängt generell von der SFK des übergebenden Autofahrers ab und davon, wie lange die übernehmende Person bereits einen Führerschein besitzt.

Eine SF-Klasse (SFK, Schadenfreiheitsklasse) auf eine andere Person zu überschreiben ist also möglich, da die SF-Klasse personen- und nicht fahrzeuggebunden ist. Doch nicht jede Versicherungsgesellschaft spielt mit. Und wenn, ist einiges zu beachten.

Auf jeden Fall muss dargelegt werden, dass das Fahrzeug von der Person, der die Schadensfreiheitsklasse übertragen werden soll, nicht nur gelegentlich genutzt wurde. Weiter kann auch nur die schadensfreie Zeit übertragen werden, die die Person auch selbst erfahren konnte.

Eine 1:1-Übertragung des Rabattes ist meistens nicht möglich. Wenn Person A zehn Jahre unfallfrei und so die SFK 10 hat, kann an Person B, die den Führerschein erst sechs Jahre hat maximal nur die SFK 6 übertragen werden.

Versicherungen übertragen die SF-Klasse auch nicht unbedingt an jede beliebige Person.
Allgemein ist nur eine Übertragung an Verwandte ersten Grades (Eltern an Kinder), an Ehegatten oder Lebenspartner, an Schwiegereltern und Geschwister möglich.
Aber auch an nicht verwandte Personen kann die Versicherung eine Übertragung des Rabattes gestatten. Zum Beispiel kann eine juristische Person (Arbeitgeber, Firma usw.) an einen Arbeitnehmer den Schadenfreiheitsklasse des Firmenwagens übertragen lassen.

Weiter ist zu beachten, dass der Versicherungsvertrag auch weitere Fahrer zulässt. Besteht zum Beispiel Rabatt für Alleinfahrer, durfte praktisch nie ein anderer mit dem Auto fahren und die Übertragung der SF-Klasse ist nicht möglich.

Wer seinen Rabatt der schadensfrei gefahrenen Jahre an eine andere Person überträgt, hat danach keinen Anspruch mehr auf die SFK. Will er später wieder ein Fahrzeug versichern, wird eine Vorversicherungszeit nicht mehr anerkannt.
Die Versicherung stuft denjenigen so ein, als ob er zum erste mal ein Auto versichert. Hier ist eine Überschreibung nur sinnvoll, wenn der jenige genau weis, dass er nie wieder ein Fahrzeug auf sich anmelden wird (z.B. wegen Krankheit, Rentenalter usw.).
Hat der Übertragende mehrere Fahrzeuge, bleibt die SF-Klasse der jeweiligen Autos unberührt. Überträgt Person A also die SFK seines Zweitwagens an Person B, bleibt der Vertrag der Versicherung für den Erstwagen weiter bestehen.

Wichtig ist, dass nicht die Prozente, sondern nur die SF-Klasse übertragen wird. Dadurch variiert der Schadenfreiheits-Rabatt, da jede Versicherung verschiedene Prozente einer jeweiligen Klasse zugrunde legen kann.

Eine generelle Empfehlung hinsichtlich der Rabatt-Übernahme kann nicht gegeben werden. Es hängt einfach zu sehr von den individuellen Faktoren ab.
Und natürlich von den Details der Bedingungen auf Seiten der Autoversicherung.

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