Alkohol und Versicherung

Wie wirkt sich Alkohol am Steuer auf den Autoversicherungs-Schutz aus?

Natürlich ist klar: Am besten sind immer 0,0 Promille, wenn Sie Auto fahren wollen.
Aber was ist, wenn man doch mal ein Glas Bier oder Sekt getrunken hat und dann in einen Unfall verwickelt wird? Zahlt dann die Autoversicherung?

Auto fahren unter Alkoholeinfluss – ein sehr sensibles und vor allem gefährliches Thema. Das Unfallrisiko steigt mit jedem zehntel Promillepunkt stärker an. Aufgrund dessen gilt Alkohol am Steuer als schweres Verkehrsdelikt und wird durch die Gerichte mit hohen Strafen geahndet.

Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr die Regelung, dass bei einem minimalen Alkoholkonsum, der mit nicht mehr als 0,3 Promille im Blut nachgewiesen werden kann, keine Bestrafung auf den Fahrer zukommt, insofern keinerlei Beeinträchtigung der Fahrsicherheit zu erkennen ist.

Sollte jedoch eine deutliche Unsicherheit beim Führen des Fahrzeuges erkennbar sein oder geschieht ein Unfall, drohen auch hier schon bis zu 7 Punkte in Flensburg, eine hohe Geldstrafe, Führerscheinentzug für 6 Monate oder sogar eine Freiheitsstrafe.
Die meisten Versicherungen schließen sich dieser 0,3-Promillegrenze an und sehen von einer Leistungskürzung- oder Streichung im Schadenfall ab, wenn kein direkter Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem Alkoholkonsum nachzuweisen ist. Bei einem höheren Blutalkoholgehalt wird es jedoch problematisch.

Werden einem Autofahrer mindestens 0,5 Promille nachgewiesen, so wird er mit 4 Punkten in Flensburg und einer Geldstraße zur Rechenschaft gezogen, auch wenn er fahrtüchtig erscheint. Bei einem Unfall oder erkennbarer Fahrunsicherheit erhöht sich die Strafe auf die selbe Höhe, wie bei 0,3 Promille. Es droht außerdem eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.
Die Versicherung unterstellt ihren Kunden im Fall von mehr als 0,5% Blutalkoholgehalt grobe Fahrlässigkeit, da sie sich massiv sorgfaltswidrig verhalten. Sie ist demnach nach § 81 des Versicherungsvertragsgesetzes dazu berechtigt, die Leistungen im Schadenfall „entsprechend der Schwere der Schuld“ zu kürzen.

In der Praxis sieht das Vorgehen dann so aus, dass die Versicherung bei einem Kfz-Haftpflichtschaden dem Geschädigten seine Ansprüche erstattet und anschließend an ihren eigenen Kunden herantritt, um die Differenz der gekürzten Leistung im Rahmen der Regressansprüche wieder einzufordern. Bei einem Kaskoschaden wird von Anfang an ein geringerer als der vom Kunden geforderte Betrag erstattet.
Begibt man sich nach dem Genuss von Alkohol im Auto auf die Straße und verursacht einen Unfall, bleibt man definitiv auf einem Teil der entstandenen Kosten sitzen. In den Versicherungsbedingungen wird dies durch die „Trunkenheitsklausel“ vorgegeben.

Wird der Unfall im Zustand von absoluter Fahruntüchtigkeit verursacht, also mit mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut, ist die Versicherung sogar gänzlich leistungsfrei.

Generell gilt: wenn der Unfall direkt auf die Alkoholwirkung zurückzuführen ist, kann die Versicherung die Zahlung verweigern oder kürzen. Dabei ist es egal wie hoch oder niedrig der Blutalkohol-Wert war.

Übrigens: Für Fahranfänger (bis 2 Jahre Führerschein-Besitz) und Personen unter 21 Jahren gelten beim Auto fahren 0,0 Promille!

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