Kfz-Versicherung Test: der Preis-Faktor Wohneigentum

Heute prüfe ich mal anhand von einigen Auto-Modellen, wie sehr sich Wohneigentum beim Fahrzeughalter auf den Preis der Versicherung auswirken.

Kfz-Versicherungen untersuchen laufend die Statistiken ihrer Kunden.
Dabei wird immer wieder deutlich, daß Autofahrer mit Wohneigentum (z.B. Wohnung oder Reihenhaus) weniger Unfälle bauen als ihre Zeitgenossen ohne eigene Immobilie.
Deshalb raten die Autoversicherer dazu, bei den persönlichen Daten zur Angebotserstellung immer auch Angaben zum Wohneigentum zu machen.
Der Vorteil für den Kunde liegt dabei in den niedrigeren Versicherungskosten.

Das möchte ich jetzt mal anhand von 3 Auto-Modellen in unterschiedlichen Preisklassen prüfen.
Getestet wurde ein Suzuki Swift, ein VW Golf und ein Porsche Cayenne, allesamt Neuwagen.
Für die Vergleichbarkeit der Resultate wurde außer der Angabe zum Wohneigentum nichts geändert.
Bei unserem Check ging es um die Haftpflichtversicherung bei SFK5.
Alle Preise sind in Euro und pro Jahr.

Ergebnis Kfz-Versicherung Test: Preis-Faktor Wohneigentum

Suzuki Swift (94 PS)
kein Wohneigentum: 265 – 380
Eigentumswohnung: 255 – 370
Reihenhaus: 250 – 370

VW Golf (122 PS)
kein Wohneigentum: 255 – 375
Eigentumswohnung: 250 – 360
Reihenhaus: 235 – 360

Porsche Cayenne (400 PS)
kein Wohneigentum: 420 – 635
Eigentumswohnung: 400 – 620
Reihenhaus: 390 – 620

Beim Test zur Suzuki Swift Versicherung zeigen sich beim billigsten Angebot Unterschiede von 15 Euro pro Jahr oder 6%.

Bei der VW Golf Versicherung sind es 20 Euro im Jahr oder gut 8%.

Und bei der Porsche Cayenne Versicherung können Hauseigentümer 30 Euro oder mehr als 7% sparen, wenn sie entsprechende Angaben machen.

Fazit zum Preis-Test: Kfz-Versicherung und Wohneigentum

Auf den ersten Blick sieht die Ersparnis nicht besonders üppig aus. In Kombination mit anderen Faktoren, die den Preis reduzieren (z.B. einem abschliessbaren Garagenstellplatz) kann sich dann aber bereits eine deutliche Preissenkung erzielen lassen.
Sie sollten als Wohnungseigentümer oder Hausbesitzer also auf jeden Fall entsprechende Angaben machen. Über die Jahre lässt sich so viel Geld sparen.

Natürlich ist es kein Geheimnis, daß Versicherungen die Kfz-Versicherung als „Einstiegsprodukt“ für weitere Versicherungen nutzen. Und der Preisnachlass bei Kunden mit Wohneigentum kommt neben den Unfallstatistiken vielleicht auch aus der Kalkulation, dem Kunden weitere Produkte verkaufen zu können. Denken Sie nur an die Hausrat- oder Gebäudeversicherung.

Es bleibt natürlich in Ihrem Ermessen, wieviele persönliche Daten Sie gegenüber Ihrer Versicherung angeben wollen.
Fakt ist aber auch, das Sie mit umfassenden und genauen Angaben zu Ihrer Situation – Wohnungseigentümer oder Hausbesitzer – in der Summe und über die Jahre hunderte von Euro sparen können.

2 comments

  • Redaktion Versicherung

    Sehr geehrter Herr Müller,
    wir empfehlen die Frage nach dem Wohneigentum immer zu bejahen, egal ob Sie selbst darin wohnen oder vermieten.
    Der Zusammenhang mit der Kfz-Versicherung erklärt sich zum einen ganz einfach dadurch, dass die Versicherungen bei Immobilienbesitzern in vielen Regionen statistisch betrachtet eine unterdurchschnittliche Schadenshäufigkeit festgestellt haben.
    Und zum anderen haben Immobilienbesitzer natürlich auch noch einen vermehrten Bedarf an weiteren Versicherungen. Man spekuliert dann auch auf sog. „Cross-Selling“-Effekte.
    Allerdings sollten Sie den Einfluss auf den Preis zunächst mal nicht überschätzen, es handelt sich in der Regel nur um wenige Euro Nachlass.
    Auf der anderen Seite werden Sie durch die Angabe aber keinesfalls benachteiligt.
    Das einzige, das Sie ggf. hinnehmen müssen, ist eine verstärkte Kontaktaufnahme für weitere Versicherungsleistungen.
    Aber auch dies könnten Sie als Chance wahrnehmen, um einen „individuellen Paketpreis“ zu verhandeln, wenn Sie mit vielen/allen Versicherungen zu einem Anbieter wechseln.
    Das kann dann unter Umständen auch Ihre Kfz-Versicherung deutlich günstiger werden lassen.

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    vor ein paar Tagen erhielt ich die Beitragsrechnung für 2019 für mein Kfz.
    Dabei ist mir folgendes aufgefallen:
    Bisher lautete die Frage:
    Besitzen Sie oder ihre Lebenspartnerin/Ehefrau selbst bewohntes Wohneigentum?
    Das mussten wir bisher verneinen, da wir zur Miete wohnen.
    Jetzt lautet die Frage:
    Besitzen Sie oder ihre Lebenspartnerin/Ehefrau Wohneigentum?
    Kommt es nicht mehr darauf an, ob wir selbst im Wohneigentum wohnen?
    Dann müssten wir die Frage bejahen, da meine Ehefrau aus Erbschaft zu 1/3 am elterlichen Haus
    beteiligt ist, welches vermietet wurde.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans J. Müller

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