Kaufdown-Auktionen - was geht da?
18.09.2009 | von Redaktion Versicherung | Kategorie: Meine MeinungVielleicht haben Sie ja schon davon gehört oder sogar schon eine ausprobiert: die Kaufdown Auktions-Seiten. Momentan läuft dazu sogar Radiowerbung, es steckt also wohl eine Menge Geld drin. Es fragt sich nur, für wen.
Kaufdown - um was gehts da konkret?
Auf diesen Seiten werden täglich neue Produkte angeboten, auf die Sie mitbieten können, nachdem Sie sich registriert haben. Der Clou dabei ist, dass sich der Preis immer weiter verringert, statt wie bei einer üblichen Auktion immer weiter zu steigen. Deshalb auch das Denglisch Kauf-Down.
Auf den ersten Blick sieht das Ganze toll aus. Man muss nur die Nerven bewahren und dem Preisverfall zusehen. Um dann einfach einen Moment vor der Konkurrenz zuzuschlagen und das Schnäppchen abzugreifen.
Mein Test für ein angebotenes Notebook zeigt aber den Haken:
1. Geht der Preis nicht beliebig nach unten, sondern bleibt bei einem unteren Limit stehen. Nur sarkastische Personen würden vermuten, das es sich dabei um den Einkaufspreis plus Verwaltungsgebühr handelt.
2. Fängt der Preis bei einem sehr hohen Niveau an zu fallen. Um es mal möglichst objektiv zu formulieren. Mit anderen Worten: ein grosser Teil des Preisverfalls ist eigentlich gar keiner, da man das Produkt im nächstbesten Online-Shop wahrscheinlich schon billiger haben könnte.
Fazit:
Natürlich können meine Beobachtungen selektiv gewesen sein. Wer diesen Blog verfolgt, kennt meine Meinung: Preisvergleich und Schnäppchen machen hat definitiv nichts mit Zocken zu tun!
Klar kann man bei Kauf-Down Angeboten auch Glück haben und am Ende vielleicht sogar nochmal was gegenüber den besten Angeboten im Netz sparen. Aber die Wahrscheinlichkeit dürfte wie bei jedem Glücksspiel eher gegen einen stehen.
Nutzen Sie die Zeit lieber für eine gute Preis-Recherche zu Ihrem Wunsch-Produkt. Da können Sie gegenüber dem Ladenpreis fast immer was rausholen. Und das ganz in Ruhe.



Die Funktionsweise dieser Rückwärtsauktionen ist simpel und für den Käufer in der Regel vorteilhaft. Eingestellt wird das Produkt zum Listenpreis. Die Auktion stoppt an einem vom Anbieter klar definierten untersten Preis. Wenn bis dahin nicht rechtzeitig zuschlägt geht leer aus. Meiner Erfahrung nach sind die Preisabschläge oft so enorm, dass kein Onlineshop mithalten kann. Mit Glückspiel hat das nichts zu tun - ein einfacher Preisvergleich im Vorfeld so einer Aktion gibt einem eine Preisspanne vor, ab welchem Punkt ein Kauf bei einer Rückwärtsauktion vorteilhaft ist.
Hintergrund der Aktion: Sonderaktionen von Medienportalen zur Gewinnung von Neukunden.
@Gecko: Vielen Dank für Ihre Meinung zum Thema Kaufdown. Im Prinzip schreibe ich ja nichts anderes - nur das mit dem “Listenpreis” sehe ich anders bzw. es würde mich interessieren, auf welchen Listenpreis Sie sich beziehen? Die UVP?
Davon abgesehen - wenn man so vorgeht wie Sie es darstellen - dann kann man tatsächlich Glück haben und den billigsten Online-Shop unterbieten. Das stelle ich ja auch so da.
Aber Sie können doch nicht abstreiten, dass diese Art des Shoppen mit Zufallsprinzip etwas mit Zocken/Glücksspiel zu tun hat.
Und wie so oft setzt dann gerne mal das Denken aus und man schlägt eben doch eher zu, obwohl es woanders billiger wäre.