Autoversicherung im Urlaub

Pro Jahr geraten ungefähr 150.000 Deutsche im Ausland in einen unverschuldeten Unfall. Im Anschluss kommt es dann oft zu Streitigkeiten, weil die Autofahrer im Ausland ungenügend versichert sind. Am besten ist, wenn sofort die Polizei im Urlaub eingeschaltet wird und die Kfz-Versicherung des Gegners sollte genannt werden. Die Polizei dokumentiert den Sachverhalt, denn es ist oft nicht ausreichend, nur ein Kennzeichen zu notieren.

Ist die Versicherung von dem Händler beim Mietwagen ausreichend?

Leider ist auf die Versicherung von dem Händler nicht immer Verlass. Es gibt dabei Länder wie die Türkei oder Spanien, wo die Leistungen der Versicherungen auf ungefähr 10000 Euro begrenzt sind. Diese Deckungsgrenze wird schnell gesprengt, wenn beispielsweise Personen verletzt werden.
Zunächst ist somit immer zu überprüfen, ob die eigene Autoversicherung den Mietwagen im Urlaub für den Aufenthalt im Ausland abdeckt. Wenn diese sogenannte Mallorca-Police fehlen sollte, dann sollte diese unbedingt abgeschlossen werden. Der deutsche Haftpflichtschutz wird damit in ganz Europa erweitert und dabei kostet dieser Extra-Schutz häufig nur etwa zwanzig bis dreißig Euro.

Wenn ein Auto geklaut wird?

Ist ein Auto im Urlaub nicht mehr da, dann zahlt die Teilkaskoversicherung. Wird allerdings nur etwas entwendet, dann ist der Fall bei der Autoversicherung anders. Dabei kommt es bei der Autoversicherung darauf an, ob ein geklautes Teil durch Halterungen mit dem Fahrzeug fest verbunden ist oder sogar eingebaut ist. Als Beispiel können hier Skiträger, Fahrradträger oder Dachgepäck genannt werden.

Bei der Teilkasko gehört dies zu dem Leistungs-Spektrum und auch wenn ab Werk Navigationsgeräte, CD-Player oder Kindersitze mitgeliefert wurden, so gehört dies bei der Autoversicherung dazu. Ansonsten werden Tuning, CD-Wechsler, Luxusanlagen oder eingebaute Multimediasystem nur bis zu der vertraglichen Obergrenze erstattet. In der Regel befindet sich diese zwischen 2500 und 5000 Euro.

Abhängig von dem Tarif kann gegen einen Preisaufschlag auch die Grenze aufgestockt werden. Werden Gepäckstücke im Urlaub entwendet, dann greift die Hausratversicherung. Dabei ist allerdings Bedingung, dass ein Fahrzeug im Urlaub abgeschlossen war.

Die Leistungen des Schutzbriefs

Wer mit dem Auto reist, der sollte den Auto-Schutzbrief haben. Exklusiv für das Fahrzeug gilt dann diese Police und samt Wohnwagen und Anhänger. Alle Insassen werden dabei geschützt und für das Ausland sollte die Kombination In- und Auslandsschutzbrief gewählt werden.

In ganz Europa greift diese Police im Anschluss. Zu den Leistungen gehört der Versand von Einzelteilen, bei Heim- oder Weiterreise per Ersatzfahrzeug oder Bahn die Kostenübernahme, bei festsitzen am Unfallort die Übernahme von der Hotelrechnung, die Übernahme von Abschlepp- und Bergungskosten, bei medizinisch notwendigen Rücktransporten die Finanzierung, bei Zollfragen oder bei der Verschrottung eines kaputten Fahrzeugs die Unterstützung, die Rückholung von Kindern, der Krankenrücktransport, Hilfe bei der Beschaffung neuer Reisedokumente, Hilfe im Todesfall und Hilfe im Ausland bei wichtigen Formalitäten.

Die Bedingungen des Schutzbriefs

Bei den einzelnen Gesellschaften kann es bei den Bedingungen Unterschiede geben. Oft gibt es vertragliche Obergrenzen für Abschlepp- und Bergungskosten und viele Versicherer zahlen auch nur einen gewissen Betrag bei Hotelrechnungen. Ergänzend zu der Vollkasko- oder Haftpflicht bieten die Versicherungen die Auto-Schutzbriefe. Abhängig von der Gesellschaft kostet dies pro Jahr zwischen sechs bis zehn Euro. Einzelpolicen sind nicht ganz so günstig.

Wird eine grüne Versicherungskarte benötigt?

Diese Karte ist sinnvoll, aber nicht Pflicht. Das Papier ist kostenlos und Autofahrer können im Ausland zeigen, dass diese eine gültige Haftpflichtversicherung haben. Es wird bescheinigt, welche Versicherungsgesellschaft für Schäden zuständig ist.

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